Anti Financial Crime Alliance gegründet
26.09.2019

Neue Wege im Kampf gegen die Finanzkriminalität: Die BaFin will in öffentlich-privater Partnerschaft mit anderen Behörden und Banken gegen Geldwäscher und Terrorfinanzierer vorgehen. Die Aufsicht rief zu diesem Zweck gemeinsam mit der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (Financial Intelligence Unit – FIU), dem Bundeskriminalamt (BKA) und mehr als 15 Banken am 24. September die Anti Financial Crime Alliance (AFCA) ins Leben. Als öffentlich-private Partnerschaft wollten Behörden und Banken unter Federführung der FIU den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verstärken, teilte die BaFin mit. Erfolgsvoraussetzung sei ein dauerhafter strategischer Informationsaustausch.

Die Beteiligten wollen Ihre Institution den Angaben zufolge nutzen, um ihre Erkenntnisse „schnell, sicher und umfassend auszutauschen“. Hierbei bringe jeder seine eigenen Erfahrungen in die AFCA ein. Die FIU sei die deutsche Zentralstelle für Geldwäscheverdachtsmeldungen. Es sei gesetzliche Verpflichtung der Banken, den Missbrauch des Finanzsystems etwa zur Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Die BaFin wiederum beaufsichtige die Banken auch unter dem Aspekt der Geldwäscheprävention. Aufgabe des BKA sei es, dafür zu sorgen, dass Geldwäscher und Terrorfinanzierer strafrechtlich belangt werden könnten.

„Wir freuen uns, dass die AFCA nun startet und wir mit der Commerzbank auch gleich die erste Arbeitsgruppe zum Finanzsektor leiten“, erklärte demnach Exekutivdirektor Dr. Thorsten Pötzsch, der die BaFin im sechsköpfigen Board vertrete. Das Board stehe an der Spitze der AFCA und sei mit Vertretern von Banken und Behörden besetzt. Neben der BaFin stellten die FIU und das BKA die Vertreter des öffentlichen Sektors. Den Vorsitz des Boards übernehme FIU-Leiter Christof Schulte, hieß es. (ud)

Bildquelle: fotolia.com/Aamon


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