Berlin will Lösung für Iran-Zahlungsverkehr bis November finden

Berlin will Lösung für Iran-Zahlungsverkehr bis November finden
09.08.2018

Nach dem Wiederaufleben der US-Sanktionen gegen den Iran hat die Bundesregierung laut eigener Einschätzung noch einige Wochen Zeit, um für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs Lösungen zu finden. Die US-Sanktionen im Bereich Finanzen sollen erst am 5. November greifen, wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin erklärte. Bis dahin laufe die Suche nach Alternativen auf nationaler und europäischer Ebene. Details wollte die Sprecherin noch nicht nennen.

Das Thema sei auf der Agenda, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts dazu. Es gebe unterschiedliche Ideen, die man im laufenden Prozess aber nicht bewerten wolle. "Das Problem ist offensichtlich und das Problem wird angegangen." Er betonte, es gehe bei den Bemühungen ausschließlich darum, das Atomabkommen mit dem Iran zu erhalten. Man wolle die Finanzströme retten, weil dies der Bevölkerung im Iran zugutekomme. Es gehe nicht darum, "der deutschen Wirtschaft Gutes zu tun", sondern vielmehr um sicherheitspolitische Interessen Deutschlands, Europas und der Menschen in der Region. Eine Sprecherin des Finanzministeriums bekräftigte, dass gemeinsam mit den europäischen Partnern über Wege gesprochen werde. „Diese Gespräche sind in Arbeit". Über Ergebnisse könne man erst nach Abschluss der Gespräche berichten. (DJN) 

Bildquelle: ©struvictory | istockphoto.com


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