Betrüger erbeuteten Millionen mit wertlosen Aktien
26.11.2019

Betrügerische Aktienverkäufer sollen in Europa mehr als 400 Anleger mit wertlosen Aktien um über 16 Millionen Euro betrogen haben. Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zufolge sollen die Ermittlungen gegen die 50 Beschuldigten bereits seit mehr als zwei Jahren andauern, hieß es laut Medienberichten vom Montag. An den Ermittlungen ist demnach die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) beteiligt.

Wie es weiter hieß, seien wertlose Aktienmäntel „zum Leben erweckt“ und den Aktiengesellschaften ein Geschäftszweck „angedichtet“ worden, um das Interesse potenzieller Anleger zu wecken. Der Wert der Aktien sei zum Teil durch Käufe manipuliert worden. Über Call-Center seien den Anlegern dann die wertlosen Papiere schmackhaft gemacht worden.

Bereits in der Vorwoche (19. November) hätten 100 Polizisten sowie 19 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Deutschland, Griechenland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein mehr als 100 Objekte zeitgleich durchsucht, hieß es. Eurojust, die Justizbehörde der Europäischen Union (EU) mit Sitz in Den Haag, habe die internationale Aktion koordiniert. (ud)

Bildquelle: istock.com/Sirfuji


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