Britische Finanzaufsicht droht der Deutschen Bank
04.03.2020

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) hat der Deutschen Bank vorgeworfen, nicht ausreichend gegen die Gefahren der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzugehen. Medienberichten zufolge warnten die Aufseher das Frankfurter Geldhaus am Mittwoch in London, dass ihm der Zugang zum britischen Markt verwehrt werden könne. Das Institut solle künftig monatlich einen Fortschrittsbericht vorlegen statt wie jetzt nur einmal im Quartal, hieß es weiter.

Sollte die Deutsche Bank den Marktzugang in Großbritannien verlieren, hätte dies schwerwiegende Konsequenzen für das Geldhaus. Denn London gehört neben Frankfurt am Main und New York zu den wichtigsten Standorten der Bank. In der britischen Hauptstadt sind rund 7.000 Mitarbeiter angestellt, viele davon im Investmentbanking. Zwar will die Bank große Teile davon abwickeln, was allein in London bis zu 3.000 Personen betreffen könnte. Doch ungeachtet dessen ist die Präsenz im Londoner Kapitalmarkt für das Institut unentbehrlich. (ud)

Bildquelle: Photo by Chris Lawton on Unsplash


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