BSI warnt vor Sicherheitslücke bei Windows
12.03.2020

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einer kritischen Sicherheitslücke in Windows 10 gewarnt. Eine Schwachstelle in dem Microsoft-Produkt ermögliche Schadprogrammen neben gezielten Angriffen auch die „selbstständige wurmartige Ausbreitung in betroffenen IT-Netzwerken“, teilte das BSI am Donnerstag mit. Da derzeit kein Patch zur Schließung der Sicherheitslücke zur Verfügung stehe, schätze man sie als kritisch ein. Microsoft konnte den Angaben zufolge bislang nur einen Workaround zur Verfügung stellen, mit dem die Ausnutzung der Schwachstelle auf SMB-Servern verhindert werden könne. Für einzelne SMB-Clients sei der Workaround nicht geeignet, daher sollte bei betroffenen SMB-Clients eine vollständige Deaktivierung von SMB erwogen werden, hieß es. Dem BSI sei bislang keine aktive Ausnutzung der Schwachstelle bekannt. Da die Sicherheitslücke jetzt jedoch öffentlich bekannt geworden sei, könne sich dies kurzfristig ändern. Es sei daher ratsam, den von Microsoft beschriebenen Workaround (https://portal.msrc.microsoft.com/en-US/security-guidance/advisory/ADV200005) umzusetzen. Außerdem solle ein Patch, sobald er zur Verfügung steht, kurzfristig eingespielt werden. SMB ist laut dem BSI zentraler Bestandteil der Netzwerkdienste von Microsoft Windows und komme unter anderem für den Zugriff auf Dateien auf Netzlaufwerken oder die Freigabe von Druckern zum Einsatz. SMB-Server/Client sei nicht mit Windows-Server/Client zu verwechseln. (ud)

Bildquelle: iStock.com/Martin Barraud


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