Commerzbank in Singapur zu Schadensersatz verurteilt

Commerzbank-Tochter in Singapur zu Schadensersatz verurteilt
08.05.2018

Eine Tochter der Commerzbank hat in Singapur in einem seit Jahren laufenden Prozess eine juristische Niederlage erlitten. Der Singapore High Court hat die Tochtergesellschaft Commerz Asset Management Asia zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 38 Mio. Singapur-Dollar, umgerechnet rund 24 Mio. Euro, an die Long Well Group verurteilt. Das Gericht ist zu dem Schluss gekommen, dass die Commerzbank-Gesellschaft die Vereinbarung mit der Long Well Group, die im Energie-, Bau- und Immobiliengeschäft in Asien aktiv ist, gebrochen hat.

Die Klage von Long Well geht auf den Oktober 2005 zurück, als die Commerzbank-Gesellschaft erfolgreich auf Öl- und Gaskonzessionen in Libyen geboten hat. Long Well und Partner waren der Ansicht, dass ihnen Anteile an dem Geschäft vorenthalten wurden, obwohl sie entsprechende Zahlungen geleistet hätten. Long Well geht seit 2012 juristisch gegen die Commerz Asset Management Asia vor.

"Wir sind vom Urteil enttäuscht", sagte ein Commerzbank-Sprecher auf Anfrage von Dow Jones Newswires. "Commerz Asset Management Asia hat Berufung eingelegt und eine Aussetzung der Vollstreckung des Urteils beantragt." (DJN) 

Bildquelle: ©Deejpilot | istockphoto.com


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