Cum-ex-Deals: Aufsichtsratschef der Warburg Bank tritt zurück
25.11.2019

An der Spitze des Aufsichtsrats der Hamburger Privatbank Warburg vollzieht sich ein Wechsel: Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christian Olearius und sein Stellvertreter Max Warburg werden zum Ende des Jahres ihre Mandate niederlegen. Neuer Vorsitzender werde Dr. Bernd Thiemann, der seit 1998 Mitglied des Aufsichtsrats ist, teilte das Kreditinstitut am Samstag mit. Thiemann war zuvor Vorstandschef der Norddeutschen Landesbank (NordLB) und der Deutschen Genossenschaftsbank (DG Bank). Die Bestellung der neuen Mitglieder des Aufsichtsrats stehe unter dem Vorbehalt der endgültigen Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), hieß es. Die Gesellschafterverhältnisse der Bank blieben unverändert. Die Warburg Bank werde weiterhin durch die Partner Joachim Olearius (Sprecher), Dr. Peter Rentrop-Schmid geführt.

Die Warburg Bank war wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung bei Cum-ex-Aktiengeschäften in den letzten Monaten wiederholt in die Kritik geraten. Das Institut wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher der Privatbank räumte am Sonntag im Gespräch mit der F.A.Z. ein, die Rücktritte erfolgten auch, „um die Bank vor weiteren Diskussionen um Cum-ex zu schützen“. Das Handelsblatt berichtete von einem Besuch zweier Emissäre des Instituts bei der BaFin, bei der die Niederlegung der Ämter angekündigt worden war. Der Zeitung zufolge war Druck der Aufsicht auf das Geldhaus zuletzt immer größer geworden. (ud)

Bildquelle: istock.com/venemama


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