Cyberangriffe werden kaum geahndet

Cyberangriffe werden kaum geahndet
12.04.2017

Computersabotage und Erpressung nehmen weiterhin massiv zu.  In den beiden vergangenen Jahren war mehr als jedes dritte Unternehmen von einem kriminellen Cybervorfall betroffen. Vor allem in kleinen Unternehmen scheint es an angemessenen Schutzvorkehrungen noch zu mangeln. Wie eine aktuelle KPMG-Umfrage zeigt, nimmt die Sanktionierung von Cyberangriffen im Gegenzug jedoch ab. 43 Prozent der Befragten ziehen keinerlei Konsequenzen aus den Vorfällen. Dies sein nach Ansicht der Experten eine besorgniserregende Entwicklung. Denn die Aussicht auf Straffreiheit begünstige die Dynamik von Cyberkriminalität.

Die Sensibilisierung für das Thema e-Crime hat in den vergangenen Jahren allerdings deutlich zugenommen. Die Hälfte der befragten Unternehmen sieht ein hohes Risiko, selbst Opfer von wirtschaftskriminellen Handlungen zu werden (2015: 39 Prozent). Besonders die Unachtsamkeit der eigenen Mitarbeiter wird als Hauptrisikofaktor genannt. Dies liegt nach Einschätzung der Betroffenen vor allem an unzureichenden Schulungsmaßnahmen. Die Unternehmen würden nach wie vor vergleichsweise wenig in Sicherheitsvorkehrungen investieren, so KPMG-Partner Michael Sauermann. Nur jedes Fünfte Unternehmen nehme dafür mindestens 50.000 € in die Hand. „Der Mehrwert solcher Investitionen wird offenbar noch verkannt.“ 

 

Bildquelle: ©iStockphoto


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