Deutsche Bank: Ermittlungen wegen Geldwäsche eingestellt
21.10.2020

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank im Zusammenhang mit dem Geldwäsche-Skandal um die Danske Bank mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Der zwischenzeitlich erhobene Vorwurf der Beihilfe zur Geldwäsche sei damit ausgeräumt, teilte das Frankfurter Geldhaus mit: „Mit dem Verfahrensabschluss ist klar, dass es keine strafrechtlichen Verfehlungen seitens der Deutschen Bank oder ihrer Mitarbeiter gab. Wir haben von Anfang an vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft kooperiert“, erklärte Stefan Simon, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank.

Die Deutsche Bank habe ihre Beziehung als Korrespondenzbank der Danske Bank Estland bereits im Oktober 2015 beendet, hieß es. Für eine Ordnungswidrigkeit habe sie nun eine Geldbuße in Höhe von 13,5 Mio. Euro wegen nicht rechtzeitig abgegebener Geldwäscheverdachtsmeldungen akzeptiert. Diese beziehen sich demnach auf Transaktionen aus den Jahren 2010 bis 2015, die zwar ebenfalls über die Danske Bank abgewickelt worden seien, aber Gegenstand einer gesonderten Untersuchung eines separaten Vorfalls gewesen seien. Eine Verletzung von Aufsichts- oder Organisationspflichten oder eine Verantwortung bestimmter Personen sei der Bank dabei weder vorgeworfen noch festgestellt worden. (ud)

Bildquelle: iStock.com/Savushkin


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