Deutsche Bank sieht kein Fehlverhalten
01.02.2019

Die Deutsche Bank hat nach den Durchsuchungen durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt im Zusammenhang mit den Panama Papers und der Aufdeckung des Geldwäscheskandals bei der Danske Bank kein Fehlverhalten im eigenen Hause aufgedeckt. „Auch nach etwa zwei Monaten der Recherche haben wir keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten der Bank oder unserer Mitarbeiter feststellen können“, sagte Chief Administrative Officer und Rechtsvorstand Karl von Rohr auf der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank mit Blick auf die vielbeachtete Razzia im November.

Bei der Danske Bank bzw. deren estnischer Tochter sei die Bank unverändert der Überzeugung, ihren wesentlichen Verpflichtungen als Korrespondenzbank nachgekommen zu sein. So habe auch keine Behörde bislang den Vorwurf eines Gesetzesverstoßes erhoben. Zudem habe die Bank eine interne Untersuchung in Auftrag gegeben. „Auch hier sind wir bisher auf kein Fehlverhalten unsererseits Gestoßen“, sagte von Rohr.

Keiner dieser Sachverhalte, dazu zählt der Manager auch das Thema Cum-Ex-Geschäfte, berge ein finanzielles Risiko in der Kategorie der in den vergangenen Jahren abgeschlossenen großen Rechtsstreitigkeiten. Deshalb habe die Deutsche Bank weder für Panama Papers noch für Danske Bank Rückstellungen gebildet oder Eventualverbindlichkeiten festgestellt, so von Rohr. (DJN)

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