Deutsche Börse AG will Ermittlungsverfahren für beendet sehen

Deutsche Börse AG will Ermittlungsverfahren für beendet sehen
14.09.2017

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Börse AG haben entschieden, eine Verständigung mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt a. M. zu suchen. Das Unternehmen wird der Staatsanwaltschaft mitteilen, dass es die in Aussicht gestellten Geldbußen im Zusammenhang mit den Vorwürfen eines angeblichen Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot im Dezember 2015 sowie einer
angeblichen Unterlassung einer Ad-hoc-Mitteilung im Januar 2016 akzeptieren wird. Die Gesellschaft erklärt sich damit zur Zahlung zweier Geldbußen in Höhe von 5 Mio. € und 5,5 Mio. € bereit, auch wenn sie die Auffassung der Staatsanwaltschaft zu den erhobenen Vorwürfen nicht teil. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Börse AG haben externe Sachverständige mit der Prüfung der Abläufe beauftragt und die Prüfungsergebnisse sorgfältig analysiert. Die Analysen ergaben keine Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die entsprechenden kapitalmarktrechtlichen Vorschriften.

Die Entscheidung, die Bußgelder gleichwohl zu akzeptieren, erfolgte im übergeordneten Interesse des Unternehmenswohls. Damit will die Deutsche Börse AG sicherstellen, dass sich das Unternehmen schnellstmöglich wieder ausschließlich auf das Geschäft konzentrieren und die schwerwiegenden Belastungen durch das Ermittlungsverfahren hinter sich lassen kann. Die Gesellschaft geht darüber hinaus davon aus, dass das laufende Ermittlungsverfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Börse AG, Carsten Kengeter, gegen Auflagen eingestellt werden wird.

 

Artikelbild: ©FabioBalbi / iStockphoto.com


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