Weitere Strafzahlungen für die Bank of America
04.04.2014

Die Bank of America steht offenbar kurz vor der Beilegung eines Kreditkartenstreits. Gegen Zahlung von mehr als 800 Mio. US-$ wolle sie sich mit der Verbraucherschutzbehörde vergleichen, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen. Der Bank wird vorgeworfen, Kunden zum Kauf von zusätzlichen Produkten rund um Kreditkarten gedrängt zu haben. Die Einigung mit dem Consumer Financial Protection Bureau wäre die teuerste mit einem Kreditkartenanbieter im Streit um Zusatzprodukte. Die Behörde hat bereits Vergleiche mit anderen Anbietern wie American Express und J.P. Morgan Chase & Co über Produkte wie Schutz vor Identitätsdiebstahl getroffen. Die Institute haben den Vertrieb solcher "add-ons" inzwischen weitgehend eingestellt. Ein Großteil der Summe, die die Bank of America zahlen wird, soll an die Verbraucher zurückfließen. Weder das CFPB noch die Bank wollten sich zu dem Thema äußern.

Der Vergleich mit den Verbraucherschützern wäre die jüngste Vereinbarung, die die Bank of America zur Beilegung von Untersuchungen ihrer Geschäftspraktiken erzielt hat. Zuvor hatte sich die Bank für 9,5 Mrd. US-$ mit Fannie Mae, Freddie Mac und den für sie zuständigen Behörden wegen dubioser Geschäfte mit Immobilienkrediten während der Finanzkrise verglichen. Beigelegt wurde auch ein Streit mit dem Bundesstaat New York im Zusammenhang mit dem Kauf von Merrill Lynch & Co, hier fließen 15 Mio. US-$. In beiden Fällen räumte die Bank weder ein Fehlverhalten ein, noch stritt sie es ab. Bereits Anfang 2013 hatte sie gegen Zahlung von 11,6 Mrd. US-$ einen lange andauernden Streit mit Fannie Mae ad acta gelegt. (DJN)

 

 
    

 

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