Flickenteppich oder großer Wurf?

Durchsuchungen bei der Zoll-Spezialeinheit FIU
21.07.2020

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat am Dienstag die Räume der Zoll-Spezialeinheit Financial Intelligence Unit (FIU) in Köln durchsuchen lassen. Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Strafvereitelung im Amt, welches seit Februar läuft. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Internet-Ausgabe. Das Verfahren richte sich gegen namentlich nicht benannte FIU-Verantwortliche. An den Durchsuchungen seien rund zehn Beamte der Osnabrücker Polizei beteiligt gewesen. Wie es weiter hieß, soll die FIU zwischen Mitte 2018 und Anfang 2020 acht Geldwäscheverdachtsmeldungen nicht ordnungsgemäß an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet haben. Über Dutzende dubiose Konten bei drei deutschen Banken seien daher insgesamt 1,7 Mio. Euro in afrikanische Staaten weitergeleitet worden. Die FIU analysiert als Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen eigenen Angaben zufolge Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz. (ud)

Bildquelle: Photo by Kevin Ku on Unsplash


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