Ermittlungen gegen die Deutsche Bank ausgeweitet

Ermittlungen gegen die Deutsche Bank ausgeweitet
07.06.2019

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit umstrittenen Cum-Ex-Steuertransaktionen ausgeweitet. Die seit August 2017 gegen zwei ehemalige Mitarbeiter des Instituts Bank ermittelnde Behörde habe nun Ermittlungen „gegen weitere ehemalige und aktuelle Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder“ eingeleitet, teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitag mit. Hierbei gehe es um Cum-Ex-Geschäfte einiger früherer Kunden der Bank. Medienberichten zufolge handelt es sich um insgesamt 70 Ermittlungsverfahren gegen Deutsche Bank-Mitarbeiter.

Die Deutsche Bank teilte mit, dass die neuen Ermittlungen aus „Gründen der Verjährungsunterbrechung“ geschähen. Die Staatsanwaltschaft sei auch bei anderen Banken so verfahren. Die Bank gehe nicht davon aus, dass diese „prozessuale Maßnahme auf einer geänderten Einschätzung des Sachverhalts durch die Staatsanwaltschaft beruht.“ Auch die Einschätzung der Bank zum Sachverhalt habe sich hierdurch nicht verändert. Zudem habe sich auch die Einschätzung des Instituts zum Cum-Ex-Sachverhalt nicht verändert. Die Deutsche Bank habe an einem organisierten Cum-Ex-Markt weder als Leerverkäuferin noch als Cum-Ex-Erwerberin teilgenommen. (ud)

Bildquelle: iStock.com/AM-C


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