Fed schließt zwei Ex-Goldman-Banker aus der Branche aus
13.03.2019

Mit ihrer Beteiligung am Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1Malaysia Development Bhd haben sich zwei ehemalige Banker von Goldman Sachs ihre Zukunft in der Branche verbaut. Die US-Notenbank hat zwei Investmentbankern untersagt, jemals wieder im Bankgeschäft zu arbeiten. Laut Fed habe Tim L., ehemaliger Leiter des Südostasiengeschäfts von Goldman, dem Verbot zugestimmt. Er muss zudem eine Buße von 1,42 Mio. US-Dollar zahlen. 

Tim L. und Roger N. hätten 2012 und 2013 Anleihen für den auch als 1MDB bekannten Staatsfonds aufgelegt. Aus dem Fonds sei Geld abgezweigt und für die Bestechung von Politikern ausgegeben worden. Zudem hätten sich die "Konspiratoren" bereichert. Die New Yorker Bank habe 6,5 Mrd. Dollar für 1MDB eingesammelt, 2,7 Mrd. seien veruntreut worden, so die Behörden.

Der 1MDB-Fonds steht im Mittelpunkt von globalen Untersuchungen von Behörden in den USA und mehreren anderen Ländern, wie das Wall Street Journal berichtete. L. hatte sich vergangenes Jahr der Verschwörung zur Geldwäsche und zur Korruption schuldig bekannt. Er soll am 28. Juni verurteilt werden. Der Generalstaatsanwalt in Malaysia hat im vergangenen Jahr Anklage gegen den ehemaligen Goldman-Banker erhoben. 

Gegen N., einen Bürger Malaysias, hatten US-Bundesanwälte im vergangenen Jahr die gleichen Vorwürfe erhoben. Er ist auch mit Anklagen in Malaysia im Zusammenhang mit seiner angeblichen Rolle bei drei von Goldman arrangierten Anleihenverkäufen konfrontiert, berichtete das Wall Street Journal. Er hat sich nicht schuldig bekannt. Die Anwälte der beiden Banker waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (DJN) 

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