Geldwäsche-Ermittlungen gegen Deutsche Bank eingestellt

Geldwäsche-Ermittlungen gegen Deutsche Bank eingestellt
09.12.2019

Die Vorwürfe gegen die Deutsche Bank waren von beträchtlicher Dimension:  Mitarbeiter des Frankfurter Geldhauses sollen Kunden dabei unterstützt haben, Off-Shore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen und Gelder aus Straftaten zu waschen. Doch jetzt hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank im so genannten „Regula“-Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt, teilte das Frankfurter Geldhaus mit. Das Verfahren stand im Zusammenhang mit Geschäften deutscher Kunden durch Offshore-Gesellschaften, die von der Regula Ltd., einer Tochter der Deutschen Bank, gegründet wurden. Die Bank hatte die Regula Ltd. im März 2018 verkauft, hieß es.

Die strafrechtlichen Vorwürfe der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegen die beschuldigten Mitarbeiter und die Bank seien damit ausgeräumt. Gleichzeitig akzeptiere die Bank in einem gesonderten Bußgeldverfahren eine Geldbuße in Höhe von 5 Mio. Euro sowie eine Abschöpfung von vermiedenen Kosten von 10 Mio. Euro wegen Versäumnissen im Kontrollumfeld der Bank. „Mit dem Verfahrensabschluss ist klar, dass die Staatsanwaltschaft im Anschluss an die Hausdurchsuchung im November 2018 kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten von Mitarbeitern der Deutschen Bank festgestellt hat. Damit ist ein Verfahren mangels Tatverdachts eingestellt, das uns im vergangenen Jahr sehr belastet hat“, erklärte Konzernsprecher Jörg Eigendorf.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen hatten die Frankfurter Staatsanwaltschaft sowie Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) am 29. November 2018 die Zentrale der Deutschen Bank sowie weitere Gebäude im Frankfurter Raum durchsucht. Das Institut hat eigenen Angaben zufolge die Zahl der Mitarbeiter in der Abteilung gegen Finanzkriminalität seit 2015 mehr als verdreifacht. Seit 2016 habe es 700 Mio. Euro in die Modernisierung der wichtigsten Kontrollfunktionen investiert, hieß es. (ud)

Bildquelle: iStock.com/Stockdonkey


[zurück]
Weitere interessante News