Geldwäsche: Ex-Bischof von Siena von Vorwürfen entlastet
18.11.2020

Der ehemalige Erzbischof von Siena, Gaetano Bonicelli (96), ist von Vorwürfen der Geldwäsche entlastet worden. Wie kath.ch in Zürich in der Schweiz unter Berufung auf Medienberichte mitteilte, sei der Geistliche von einem Strafgericht in Rom freigesprochen worden. Die Vorwürfe stammten den Angaben zufolge aus dem Jahr 2014 und betrafen Konten des Bischofs bei der sogenannten Vatikanbank IOR. Einzelne Geldbewegungen auf zwei seiner Konten seien verdächtig gewesen. Im Zuge einer Reform des IOR hatte Bonicelli demnach das Geld auf Konten bei italienischen Banken transferieren müssen. Dabei sei die Finanzaufsicht wegen der Auslandsüberweisungen skeptisch geworden, hieß es.

Ein vatikanisches Gericht hatte Bonicelli, von 1989 bis 2001 Erzbischof von Siena, kath.ch zufolge bereits früher von Vorwürfen der Unterschriftenfälschung freigesprochen. Auf Anweisung von Papst Benedikt XVI. (2005-2013) und seines Nachfolgers Franziskus seien im Zuge der vatikanischen Finanzreform sämtliche Konten des IOR untersucht und etliche von ihnen geschlossen worden. (ud)

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