Geldwäschevorwürfe: Deutsche Bank zieht sich aus Malta zurück
14.10.2019

Die Deutsche Bank hat angekündigt, sich Ende 2019 aus dem Korrespondenzbankgeschäft in Malta zurückzuziehen. Ein Grund hierfür sei, dass maltesische Kreditinstitute zuletzt in mehrere Korruptions- und Geldwäscheskandale verwickelt gewesen sei, hieß es Medienberichten zufolge. Offenbar wolle die Deutsche Bank der Gefahr entgegenwirken, über ihr Korrespondenzbankgeschäft in solche Skandale hineingezogen zu werden. Der Europarat hatte die Mittelmeerinsel erst im Juli als europäisches Einfallstor für schmutziges Geld aus dem Ausland bezeichnet. 

Den Berichten zufolge will sich das Frankfurter Geldhaus zudem gleich aus mehreren europäischen Staaten zurückziehen, die in der Vergangenheit besonders anfällig für Geldwäsche gewesen seien. Als Quelle hierfür wurden Bankenkreise genannt. Ähnlich wie in Malta will die Deutsche Bank demnach auch ihre Korrespondenzbankdienstleistungen für Lettland, Estland, Litauen und Zypern Ende 2010 einstellen. Bestätigt habe das Institut zunächst jedoch nur, die Korrespondenzbankbeziehung zu allen Instituten auf Malta zu beenden, hieß es. (ud)

Bildquelle: iStock.com/Krivinis


[zurück]