Gläubiger verklagen die HSH Nordbank
08.01.2019

Eine Gruppe Anleihegläubiger verklagt die HSH Nordbank AG beim Landgericht Kiel. Die Kläger argumentieren, die ehemalige Landesbank habe sie mit „finanziellen Winkelzügen“ um 1,4 Mrd. Euro ärmer gemacht. Hingegen hätten die Finanzinvestoren, die das Geldhaus gekauft haben, davon profitiert. 

Die HSH war November privatisiert worden. Dabei hatten Beteiligungsgesellschaften aus den USA 1 Mrd. Euro für das Geldhaus bezahlt. Mit dem Verkauf entging die HSH ihrer Liquidierung, denn die Bank musste wegen hoher Verluste aus der Schiffsfinanzierung vom Staat gerettet werden. Die Kläger sagen nun, die Landesbank habe über viele Jahre hinweg Handlungen vorgenommen, deren alleiniger Zweck augenscheinlich darin bestand, die Anleihen unzulässig herunterzuschreiben. Die Anleihegläubiger fordern nun wieder die Hochschreibung der Tier-1-Anleihen auf ihren Nennwert sowie Schadensersatz für unrechtmäßig entgangene Zinszahlungen.

Ein HSH-Sprecher sagte, die Bank habe die Klage noch nicht zugestellt bekommen. Die von den Klägern vorgebrachten Argumente entbehrten jedoch jeder Grundlage. (DJN) 

Bildquelle: ralfgosch | istockphoto.com


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