Julius Bär bestreitet Forderung weiterhin
09.01.2020

Die juristische Auseinandersetzung zwischen der Schweizer Bank Julius Bär & Co. AG und einer sich in Liquidation befindlichen litauischen Gesellschaft geht in die nächste Runde. Der Bank wurde eigenen Angaben zufolge am 8. Januar 2020 erneut eine Klage der Gesellschaft in der Höhe von 335 Mio. Euro plus 5 Prozent Zinsen seit Dezember 2011 zugestellt. Das Gerichtsverfahren sei dieses Mal in Genf eingeleitet worden, teilte das Kreditinstitut am Donnerstag in Zürich mit.

Wie es weiter hieß, sei die Bank seit Jahren mit einer Forderung seitens des Liquidators der litauischen Gesellschaft konfrontiert. Dieser mache geltend, die Bank habe nicht verhindert, dass vor rund zehn Jahren zwei Kunden Vermögenswerte dieser litauischen Gesellschaft veruntreut hätten. Wie früher kommuniziert, reichte der Liquidator dieser Gesellschaft demnach bereits in Litauen erfolglos eine Klage in Höhe von 306 Mio. Euro gegen die Bank ein. Das letztinstanzliche Gericht verneinte laut Julius Bär am 19. Oktober 2018 die lokale Zuständigkeit, wodurch das Verfahren gegen das Geldhaus in Litauen beendet worden sei.

„Die Bank weist die Forderung nach wie vor entschieden zurück und hat Maßnahmen zum Schutz ihrer Interessen getroffen“, hieß es in der Mitteilung. (ud)

Bildquelle: Photo by Ming Jun Tan on Unsplash


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