Kriminalität ist männlich
19.05.2015

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet im Jahre 2014 einen leichten Anstieg der Kriminalität gegenüber 2013. Die Fälle von Geldwäsche und von Cyber-Kriminalität gingen allerdings zurück. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland etwas mehr als sechs Millionen Straftaten registriert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um zwei Prozent, die Aufklärungsquote betrug knapp 55 Prozent. Die Zahl der erfassten Geldwäschefälle ging 2014 um 377 gegenüber 2013 zurück, was einem Rückgang um 1,2 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 30.502 Geldwäschefälle registriert. Der absolute Großteil der Geldwäscheverdachtsanzeigen wird nach wie vor von Kreditinstituten eingebracht. Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte sind dagegen um fast 30 Prozent gestiegen. Im Jahr 2014 wurden 6.571 Korruptionsfälle erfasst. Das Dunkelfeld wird jedoch auf ein Vielfaches geschätzt. Drei Viertel aller Delikte werden von Männern begangen. Die Täter weiblichen Geschlechts häufen sich vor allem bei der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, wo ihr ihr Anteil bei fast 70 Prozent liegt. Ansonsten sind bei allen Vergehen männliche Täter in der Überzahl, bei  Raubdelikten sogar mehr als 90 Prozent.  (Stefan Hirschmann)

 

 

Bildquelle: iStockphoto


[zurück]