Kunden für Zusatzprüfungen bei PSD2 nicht bereit
11.02.2019

Im September 2019 treten die neuen Regularien der PSD2-Zahlungsdiensterichtlinie in Kraft. Sie sehen höhere Sicherheitsmaßnahmen für alle Transaktionen vor, für die Betrugsgefahr besteht. Doch ungeachtet dessen vertreten deutsche Verbraucher überwiegend die Ansicht, dass das aktuelle Maß an Sicherheitschecks ausreichend ist. 59 Prozent finden, dass bei einer Online-Überweisung direkt über das eigene Konto die derzeitige Anzahl an Authentifizierungsmaßnahmen genügt. Bei Online-Bezahlungen mit Kredit- oder EC-Karte sind 43 Prozent dieser Meinung. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage von FICO, einem Anbieter von Softwarelösungen.

Für eine stärkere Kundenauthentifizierung wird künftig eine mehrstufige Verifizierung notwendig sein. Hierfür streben viele Finanzinstitute eine zusätzliche Authentifizierung über das Mobiltelefon an. Allerdings stößt ein solcher Sicherheitscheck offenbar auf wenig Begeisterung. So möchte der Umfrage zufolge ein Drittel der deutschen Bankkunden seine Mobilfunknummer nicht bei seiner Bank angeben, wobei die Bereitschaft dazu bei den unter 34-Jährigen am geringsten ist. 

Die Befragung zeigt aber auch, dass deutsche Bankkunden onlineaffin sind und erwarten, dass fast alle Schritte zur Eröffnung eines Girokontos (88 Prozent) zur Beantragung einer Kreditkarte (66 Prozent) oder eines Kredits (40 Prozent), online durchführbar sind. Dabei seien sie sich der Gefahren des Online-Bankings durchaus bewusst: Betrug stelle für 64 Prozent der Befragten die größte Sorge bei online getätigten Bankgeschäften dar. Um mehr Sicherheit beim Eröffnen eines Online-Banking-Accounts zu gewährleisten, seien die Konsumenten auch bereit, Verzögerungen in Kauf zu nehmen. 81 Prozent der Befragten würden für mehr Sicherheit einen längeren Eröffnungs- bzw. Beantragungsprozess hinnehmen. (ud)

Bildquelle: ©Falko Matte | fotolia.com


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