MaComp sollen geändert werden
17.11.2016

Die Finanzaufsicht BaFin plant Änderungen am Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an die Compliance-Funktion (MaComp) und hat einen entsprechenden Vorschlag bis 24. Dezember 2016 zur Konsultation gestellt. Betroffen ist einerseits die Weiterleitung von Informationen Dritter (z.B. die Aushändigung gedruckter Informationen, Online-Inhalte auf der Internetseite oder die Verknüpfung auf Webseiten anderer Anbieter), deren Herkunft für die Depotkunden nicht immer erkennbar sind, sowie andererseits Begriffsänderungen, die durch die neue Markmissbrauchsrichtlinie (MAD II) erforderlich geworden sind. Bezüglich der Weiterleitung von Informationen Dritter sollen den Finanzdienstleistern konkrete Kennzeichnungspflichten auferlegt werden. Sie sind zudem für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften gemäß WpHG verantwortlich, auch wenn die Inhalte von anderen Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund von gesetzlichen Änderungen sind wesentliche Begriffe im Zusammenhang mit Marktmissbrauchstechniken nicht mehr im WpHG verankert. Die Marktmissbrauchsverordnung, die unmittelbar in den Mitgliedstaaten der EU gilt, nimmt vielmehr eigene Begriffsbestimmungen vor. Um mögliche Widersprüche zur europaweit einheitlichen Auslegung der Marktmissbrauchsverordnung zu vermeiden, will die BaFin hier entsprechende Anpassungen vornehmen. (Stefan Hirschmann)

 

Bildquelle: iStockphoto.com

 

 


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