Millionenstrafe für die Citigroup

Millionenstrafe für die Citigroup
05.01.2018

Die Citigroup hat in den Augen der amerikanischen Regulierer nicht genug getan, um mittels besserer Aufsicht potenzielle Geldwäsche zu verhindern, und muss deshalb nun büßen. Ihre Tochter Citibank habe die Auflage nicht ausreichend erfüllt, verdächtige Aktivitäten von Kunden zu melden und andere Maßnahmen zur Verhinderung von möglicher Geldwäsche zu ergreifen, teilte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) mit. Die US-Bank war im Jahr 2012 in die Kritik geraten, zu wenig gegen Geldwäsche zu tun. Damals hatte das OCC das Institut aufgefordert, die Probleme zu lösen, aber noch keine Geldbuße verhängt. Das ist jetzt anders, und die Citigroup muss 70 Mio. US-Dollar zahlen. Was genau das OCC bemängelt, veröffentlichte der Regulierer nicht. Er will die Bank weiter beobachten. Die Citigroup teilte mit, sie werde die Verfehlungen weder eingestehen noch dementieren. Ein Sprecher sagte, das Institut habe alle notwendigen und geeigneten Schritte unternommen. Es seien beträchtliche Investitionen unternommen worden, um ein Programm zur Verhinderung von Geldwäsche aufzusetzen.

Schon in der Vergangenheit waren die Geldwäsche-Kontrollen der Citigroup in den Fokus der Regulierer geraten, weil das Institut weltweit tätig ist – auch in Schwellenländern. Auch andere Aufseher hatten bereits Schwachstellen bemängelt. Citigroup schloss bereits eine kleine Sparte und hat sich auch aus einigen Ländern zurückgezogen. Die Rüge der Aufseher am Donnerstag wurde von Beobachtern aufmerksam registriert. Der Schritt zeige, dass die Verwaltung auch unter der neuen Regierung von Präsident Donald Trump immer noch genau hinschaue, trotz des Versprechens zur Lockerung der Bankenregulierung. (DJN) 

Bildquelle: ©alfexe - iStockphoto.com


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