Parlament nimmt Rolle der Deutschen Bank ins Visier
06.02.2019

Die Linke-Bundestagsfraktion erhöht im Geldwäsche-Verdachtsfall bei der Deutschen Bank den Druck auf die Bundesregierung. In einer Kleinen Anfrage wird die Regierung um Auskunft gebeten, wann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erstmals Informationen über die Beziehungen zwischen der Deutschen Bank und der Danske Bank erhalten habe. Das teilte der Berichtsdienst „heute im bundestag“ (hib 19/7241) am Mittwoch in Berlin mit. 

In der Vorbemerkung zur Kleinen Anfrage heißt es den Angaben zufolge, dass die estnische Filiale der Danske Bank im Verdacht stehe, Geschäfte mit möglicherweise inkriminierten Geldern von bis zu 200 Mrd. Euro ermöglicht sowie Geldwäsche und womöglich andere Straftaten begünstigt zu haben. Die Deutsche Bank soll demnach als Korrespondenzbank für die estnische Filiale der Danske Bank agiert und dabei mutmaßlich 80 Prozent aller fragwürdigen Transaktionen abgewickelt haben.

Das Frankfurter Geldhaus war bis Ende 2015 als Korrespondenzbank für die estnische Abteilung der dänischen Danske Bank tätig. Die Deutsche Bank beendete die Beziehung zu dem Institut, als ihr die Angelegenheit verdächtig vorkam. (ud) 

Bildquelle: ©Bernd Kröger | fotolia.com


[zurück]
Weitere interessante News