Pilotprojekt für noch schnellere GPI-Zahlungen
05.12.2018

SWIFT erprobt einen Dienst zur Vorabvalidierung von Zahlungen, der vollständig in den GPI-Service integriert ist und die schnelle Identifizierung und Beseitigung von Fehlern in Zahlungsnachrichten ermöglicht. GPI steht für Global Payments Innovation, einen neuen Standard im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, bei dem die Zahlungen innerhalb von Minuten und teilweise sogar Sekunden erfolgen. 

Bereits mehr als die Hälfte aller grenzüberschreitenden Zahlungen von SWIFT werden über den GPI-Dienst abgewickelt. Allerdings führen Fehler in den Zahlungsdaten, wie falsche oder fehlende Empfängerinformationen oder unvollständige Informationen, die für die Einhaltung regulatorischer Vorschriften erforderlich sind, zu Verzögerungen. Kann man diese frühzeitig korrigieren, führt das zu einem wesentlich effizienteren Zahlungsprozess – das ist das Ziel des Pilotprojekts.

Der neue, vollständig in GPI-Zahlungen integrierte Dienst erleichtert die dynamische Echtzeit-Interaktion von Bank zu Bank über Programmierschnittstellen (API). Untersucht wird dabei auch die Verwendung von Predictive Analytics, also Vorhersagen anhand von Daten. Später soll diese Funktion noch um einen Abgleichdienst für Zahlungen im Post-Payment-Bereich ergänzt werden. „Wir wissen, dass es immer noch Zahlungen gibt, die durch die Sicherstellung korrekter Zahlungsdaten im Vorfeld der Zahlungsanweisung beschleunigt werden können. Durch die Einbettung dieser neuen Funktion in denselben Kanal für Zahlungsdaten können tausende Banken von den daraus resultierenden Effizienzsteigerungen profitieren“, sagt Luc Meurant vom SWIFT-Marketing. 15 globale Großbanken nehmen an diesem Pilotprojekt teil, darunter auch die Deutsche Bank. Ihr Zahlungsverkehrsdirektor Christof Hofmann erwartet, dass der GPI-Vorabvalidierungsservice den Kunden erheblichen Mehrwert bieten wird. Die Validierung des Begünstigtenkontos trage dazu bei, die STP-Quoten zu erhöhen und zugleich Betrug und das Aufkommen manueller Sonderbehandlungen zu reduzieren. (kra)

Bildquelle: ©dra_schwartz | istockphoto.com


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