Privatbank Julius Bär muss früheres DDR-Vermögen zurückzahlen
25.09.2020

Die Schweizer Bank Julius Bär & Co. AG ist dazu verurteilt worden, auf Schweizer Konten gelandetes früheres DDR-Vermögen zurückzuzahlen. Das Schweizerische Bundesgericht habe in Bezug auf die Klage der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) Julius Bär als Nachfolgerin der Bank Cantrade AG (Cantrade) zu einer Zahlung in Höhe von rund 150 Mio. Schweizer Franken inklusive Zinsen verpflichtet, teilte das Institut am Freitag in Zürich mit. Dieser Betrag sei durch eine bereits im Dezember 2019 gebuchte Rückstellung gedeckt, hieß es.

Nach Angaben der Bank stammt das Geld von einer Außenhandelsgesellschaft der ehemaligen DDR und sei zwischen 1990 und 1992 auf Konten der Gesellschaft bei der Schweizer Bank Cantrade eingezahlt worden. Diese hatte Julius Bär im Jahr 2005 übernommen. Geklagt hatte die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die sich auch um Vermögen kümmert, die das SED-Regime nach der Wende im Jahr 1989 beiseite geschafft hatte. (ud)

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