Union Investment fordert Demut von Autobossen

Union Investment fordert Demut von Autobossen
04.10.2017

Der Vorstandsvorsitzende der Fondsgesellschaft Union Investment, Hans Joachim Reinke, fordert von den Chefs der Automobilkonzerne Volkswagen und Daimler eine andere Haltung im Umgang mit der Krise der Branche. "Ich verlange von mir Demut und Einsicht, das verlange ich auch von anderen", sagte Reinke der Welt am Sonntag. Die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken sei kritisch gegenüber dem Verhalten der Autohersteller. Auf die Frage, ob es in den Vorständen personelle Konsequenzen geben sollte, sagte er: "Ändert sich nichts, wird man auch über personelle Veränderungen nachdenken müssen."

Reinke kritisierte auch die strategische Ausrichtung der Konzerne. "Die deutsche Autoindustrie hat versucht, ein bestehendes Geschäftsmodell so lange wie möglich abzusichern, statt sich ernsthaft mit der Zukunft der Mobilität zu beschäftigen. Das mag menschlich nachvollziehbar sein, für den Firmenwert kann es verheerend sein", sagte er. Union Investment sei ein aktiver Aktionär, dem es nicht egal sei, was in den Unternehmen passiert, an denen er beteiligt ist. (DJN)

 

Bildquelle: © Eisenhans - Fotolia.com

 

 

 


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