US-Staatsanwalt fordert Trump-Dokumente von Deutscher Bank an
12.03.2019

Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bank zur Organisation des US-Präsidenten Donald Trump haben offenbar amerikanische Behörden auf den Plan gerufen. Wie die New York Times berichtet, habe die New Yorker Staatsanwaltschaft die Deutsche Bank und die Investors Bancorp vorgeladen. Die Ermittler wollen demnach Finanzunterlagen im Zusammenhang mit vier Projekten der Trump Organization einsehen.

Laut Bericht wurde die Untersuchung durch die Aussage des ehemaligen Trump-Anwalts Michael Cohen vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgelöst. Das genaue Ausmaß und der konkrete Fokus sind noch nicht klar. Es handele sich um zivilrechtliche, nicht um strafrechtliche Ermittlungen. 

Händler sehen in einer ersten Einschätzung auch noch keine Belastung für den Kurs der Deutsche-Bank-Aktie: "Es geht hier nicht um kriminelle Vorwürfe", hebt einer den für ihn entscheidenden Punkt hervor. Zudem seien die Untersuchungen eher gegen Hotelprojekte der Trump Organisation gerichtet. Seitdem die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen haben, sei aber klar, dass der US-Präsident nun stärker durchleuchtet werde, meint ein anderer Händler. Gegenüber der Zeitung lehnten Deutsche Bank und Investors Bancorp eine Stellungnahme ab, die Trump Organization reagierte nicht auf Bitten um eine Stellungnahme. (DJN) 

Foto: ©Dmitry Vereshchagin | fotolia.de


[zurück]