Wells Fargo drohen weitere Strafmaßnahmen

Wells Fargo drohen weitere Strafmaßnahmen
07.08.2017

(DJN) Der Skandal um Verkaufspraktiken von Versicherungsprodukten ist für die US-Großbank Wells Fargo offenbar noch nicht ausgestanden. Nachdem die Bank bereits Entschädigungen zugesagt hat, erwäge die zuständige Behörde weitere Strafmaßnahmen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Wells Fargo hatte jüngst eingestanden, 570.000 Kunden teils ohne deren Wissen Versicherungen verkauft zu haben, die diese teils auch nicht benötigten. Die Kunden sollen deshalb nun insgesamt 80 Mio. US-$ erstattet bekommen. Welche konkreten Maßnahmen die Behörde OCC ins Auge fasst, sei derzeit noch nicht klar, so die Informanten. Sie hat etwa die Möglichkeit, Akquisitionen und gewisse Bankgeschäfte einzuschränken.

Wells Fargo war erst vergangenes Jahr in einen Skandal verwickelt, da Mitarbeiter ohne Wissen der Kunden fiktive Konten eröffnet hatten. Das Geldhaus musste deshalb im Herbst eine Strafe von 185 Mio. $ zahlen. Hinzu kam eine Entschädigungszahlung von 142 Mio. $. Eine Sprecherin von Wells Fargo sagte, die Bank habe seit Entdeckung des Versicherungsproblems Mitte 2016 gründlich aufgearbeitet, was falsch gelaufen ist. Damals wurde es der OCC mitgeteilt. Im Frühjahr diesen Jahres forderte die Behörde Informanten zufolge weitere Informationen von der Bank an.

 

 

Bildquelle:  ©iStockphoto.com


[zurück]