Wiener Geldhaus leitet interne Untersuchung ein
05.03.2019

Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) hat im Zusammenhang mit einer möglichen Verwicklung in die Geldwäsche bei baltischen Banken eine interne Untersuchung eingeleitet. Das Wiener Institut  reagierte mit einer entsprechenden Mitteilung auf verschiedene Medienberichte, wonach die Londoner Investmentgesellschaft Hermitage bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien Anzeige gegen RBI eingereicht hat.

Die Berichte im österreichischen Magazin Profil und der österreichischen Recherche-Plattform Addendum.org hatten am Morgen für einen Kurseinbruch der RBI-Aktie um zehn Prozent gesorgt.

Konkret geht es in den Medienberichten um die Geschäftsbeziehungen zu der früheren litauischen Bank Ukio Bankas. Nach dort erwähnten Dokumenten aus dem Zeitraum 2005 bis 2013 sollen mindestens 630 Mio. US-Dollar von Uiko-Konten auf Konten von Raiffeisen überwiesen worden sein.

Die RBI erklärte, ihr lägen weder die konkreten Beschuldigungen noch weitere Informationen zur Anzeige vor, da diese gegen Unbekannt erhoben wurde. Ein Teil der genannten Vorwürfe sei in der Vergangenheit schon Gegenstand intensiver behördlicher und gerichtlicher Untersuchungen bei der RBI gewesen. Sie hätten sich dabei als unbegründet erwiesen.

Das Geldhaus erfüllt nach eigener Darstellung alle Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung. Compliance-Systeme und -Prozesse seien von externen Parteien mehrfach und regelmäßig geprüft und als gesetzeskonform beurteilt worden. Gleichwohl nehme man die in den Medien geäußerten Vorwürfe ernst und habe deshalb eine interne Untersuchung eingeleitet. (DJN)

Autor: Olaf Ridder

Foto: ©dareknie | fotolia.com


[zurück]
Weitere interessante News